Intro
“Aller guten Dinge sind drei“, so lautet ein Spruch im allgemeinen Sprachgebrauch. Ich will ja nicht behaupten, daß uns dieser Spruch inspiriert hat aber nett ist es trotzdem, sich an ihm zu orientieren und damit unserer bald startenden dritten Langzeitreise einen positiven Touch zu verleihen – ein gutes Ding halt … das wird es auf jeden Fall werden 😉.
Aber was war denn davor? Wo es eine dritte Reise gibt, muss es wohl auch eine erste und zweite geben. So ist es! Aber mal von Anfang an …
Anno 2014 – in diesem Jahr begann (und endete) meine erste Langzeitreise. Natalie gab‘s damals noch nicht. Naja, es gab sie schon, jedoch noch nicht in meinem Leben. Das änderte sich erst 2017. So machte ich mich im Frühherbst 2014 für 3 Monate auf den Weg zu den Wurzeln des Buddhismus, entschleunigt und demütig kam ich im Dezember 2014 zurück. Aber lest selbst:
Ob 3 Monate nun der Definition einer Langzeitreise entsprechen oder eher als verlängerter Urlaub betrachtet werden können, sei einmal dahin gestellt. Um eine solche Diskussion bei unserer (!) zweiten Langzeitreise gar nicht erst aufkommen zu lassen, machten wir uns genau 10 Jahre nach der ersten Reise somit Anfang 2024 erneut auf den Weg. Ziel: 1,5 Jahre kreuz und quer durch Südamerika, auf die Osterinsel, entlang der Panamericana und auf den 7. Kontinent – Antarctica. Wer „wir“ ist, welche Route wir verfolgten und welche unglaublichen Geschichten wir auf dieser einmaligen Reise erlebten, könnt ihr hier nachlesen:
Die Welt ist unser Zuhause – mit dem Wohnmobil die Welt erFahren
Ende April 2025 ging es für uns wieder nach Hause. Nach Hause? Stimmt das überhaupt? In diesen 16 Monaten auf einem anderen Kontinent, einer anderen Kultur, einer anderen Sprache und einer anderen Lebensweise hat sich vieles verändert. Und wir haben uns verändert! Das ehemalige Zuhause in Mitteleuropa fühlte sich auch ohne die ganzen negativen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen nicht mehr wie ein solches an. Unsere Herzen und unsere Seelen freuten sich zwar auf das Wiedersehen mit Verwandten, Freunden und (ehemaligen) Kollegen. Je länger wir jedoch verweilten, desto stärker schrieen 😩 sie nach dem vorherigen modus vivendi … der Art zu leben … als Overlander, frei, selbstbestimmt und ungebunden in jeglicher Entscheidung …
Das wir wieder weg wollten, war für uns bereits nach der Rückkehr Mitte 2025 klar. Mit jedem Tag, der verging, wurde uns jedoch klarer, daß es nicht Jahre, sondern maximal Monate dauern darf, bis wir wieder unterwegs sind. So schufen wir Fakten! Eigentumswohnung verkauft, Job gekündigt und Route geplant. Waren es anfangs 3 Monate und auf der zweiten Reise 1,5 Jahre, so wird uns unsere dritte Langzeitreise mehrere Jahre weg führen. Anfang November 2026 soll es wieder los gehen. Ich, Natalie, Chop-Chop und der Weg, der unser Ziel ist: Richtung Osten auf der Seidenstrasse. Von Venedig entlang der Adria-Küste über Kroatien, Montenegro und Albanien nach Griechenland und in die Türkei. Überwintern!
Wenn im Frühjahr das Klima im Kaukasus milder wird, ziehen wir weiter nach Georgien, Aserbaidschan und Armenien. Mit der Fähre geht es anschließend über das Kaspische Meer in Natalies Geburtsland Kasachstan und in die anderen Länder Zentralasiens und entlang der Seidenstrasse: Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan.
Auch wenn wir aktuell noch nicht im Detail die weitere Reise planen, wissen wir bereits, wo es hingehen soll: über die Mongolei und China oder über Indien wollen wir weiter ostwärts Richtung Südostasien reisen und anschließend auf dem Landweg bis nach Australien und Neuseeland fahren.
Unsere Herzen hüpfen bereits und ihr seid herzlich eingeladen, hier auf unserem Blog die nächsten Monate und Jahre mit zu hüpfen 🙋♂️🙋♀️

